Verbleiberecht

EU/EFTA-Staatsangehörige haben nach Beendigung ihrer Erwerbstätigkeit ein Recht auf Verbleib im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei (Art. 4 FZA-Anhang I, Freizügigkeit).

Die Voraussetzungen des Verbleiberechts richten sich bzw. variieren nach dem Grund der Beendigung sowie dem Status des EU-Staatsangehörigen:

Beendigungsgrund Status

Erreichen Rentenalter

 

Verbleiberecht, sofern im Zeitpunkt der Beendigung der Erwerbstätigkeit ein Aufenthalt von 3 Jahren sowie zuvor mindestens eine einjährige Erwerbstätigkeit bestanden.

Dauernde Erwerbsunfähigkeit:

 

Verbleibrecht, sofern nach zweijährigem ununterbrochenem Aufenthalt dauernde Erwerbsunfähigkeit eintritt.

Beruht die Erwerbsunfähigkeit auf einem Arbeitsunfall oder Berufskrankheit, mit der Folge eines Rentenanspruchs, ist das Verbleiberecht unabhängig einer vorhergehenden Aufenthaltsdauer gegeben.

Vorübergehende, unfreiwillige Erwerbsunfähigkeit:

bedingtes Verbleiberecht, d.h. im Falle einer Aufenthaltsbewilligung (5 Jahre) kann nach mindestens 12 monatiger Erwerbslosigkeit eine Verlängerung um 1 Jahr bewilligt werden.

Das Verbleiberecht erstreckt sich zudem auf Familienangehörige des Bewilligungsträgers.

Drucken / Weiterempfehlen: